Medienmitteilung
Zum 10. Mal "Unwort des Jahres" gesucht
Zum 10. Mal seit 1991 soll das "Unwort des Jahres" bestimmt werden. Alle Brgerinnen und Brger des deutschsprachigen Raums sind aufgerufen, sprachliche Missgriffe zu nennen, die 2000 besonders negativ aufgefallen sind. Gesucht werden Wrter und Formulierungen aus der ffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und mglicherweise sogar die Menschenwrde verletzen. Die Vorschlge knnen aus allen Bereichen der ffentlichen Kommunikation stammen, aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Kulturinstitutionen oder Medien. Sie sollen in jedem Fall eine Quellenangabe enthalten. Einsendungen werden bis zum 8. Januar 2001 erbeten an:
Prof. Dr. Horst D. Schlosser
Universitt Frankfurt a.M.
Fach 161
60054 Frankfurt a.M.
gegebenenfalls per Fax: 069/798-28332 oder per E-Mail:
Die Entscheidung ber das "Unwort 2000" trifft eine unabhngige Jury nach satzungsmig festgelegten Kriterien. Die Jury besteht wie bisher aus den vier stndigen Mitgliedern Prof. Dr. Albrecht Greule (Regensburg), Prof. Dr. Margot Heinemann (Zittau), Prof. Dr. Rudolf Hoberg (Darmstadt), Prof. Dr. Horst D. Schlosser (Frankfurt a.M.). Zwei weitere Juroren vertreten die Sprachpraxis, in diesem Jahr sind es die Chefredakteurin Dr. Petra Lidschreiber (SFB, Berlin) und der Schweizer Schriftsteller und Redaktor Dr. Christian Nef (Lufingen-Augwil).
Das "Unwort 1999" war "Kollateralschaden" aus der Berichterstattung ber den Kosovo-Krieg, ein Begriff, dessen Gebrauch der NATO-Sprecher Shea inzwischen mehrfach ffentlich bedauert hat. Auerdem whlte die Jury 1999 als "Unwort des Jahrhunderts" den Ausdruck "Menschenmaterial". Das 1991 als erstes "Unwort des Jahres" bestimmte Wort war die rechtsextreme Parole "Auslnderfrei!"
Weitere Informationen zur Unwort-Aktion entnehme man bitte der offiziellen Homepage
http://www.unwortdesjahres.org/
gez. Prof. Dr. Horst D. Schlosser