14.10.02
Medienmitteilung
"Unwort des Jahres 2002" gesucht
Zum zwölften Mal seit 1991 soll das "Unwort des Jahres" bestimmt werden. Gesucht werden sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation, die 2002 besonders negativ aufgefallen sind, weil sie sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. Dabei kann es sich um einzelne Wörter oder Formulierungen handeln, die in der Politik oder Verwaltung, in Kulturinstitutionen oder Medien, in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik oder in einem anderen Bereich öffentlich verwendet wurden. Vorschläge können von allen Deutschsprachigen im In- und Ausland gemacht werden. Eine Quellenangabe wird erbeten. Letzter Einsendetag: 7.1.2003.
Anschrift:
Prof. Dr. Horst D. Schlosser, Universität Frankfurt (Fach 161), 60629 Frankfurt a.M.
Fax: 069/798-32675 oder E-Mail: <>
Die Entscheidung über das "Unwort des Jahres", die am 21.1.2003 bekannt gegeben werden soll, trifft eine unabhängige Jury. Ihr gehören als ständige Mitglieder vier Sprachwissenschaftler/innen verschiedener Universitäten an und zwei weitere, jährlich wechselnde Juroren, in diesem Jahr der Fernsehjournalist Wolfgang Herles ("Aspekte"/ZDF, Berlin) und der Generalsekretär des Goethe-Instituts Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard (München)
Die bisherigen "Unwörter des Jahres" waren "Gotteskrieger" (2001), "national befreite Zonen" (2000), "Kollateralschaden" (1999), "sozialverträgliches Frühableben" (1998), "Wohlstandsmüll" (für Menschen, 1997), "Rentnerschwemme" (1996), "Diätenanpassung" (1995), "Peanuts" (1994), "Überfremdung" (1993), "ethnische Säuberungen" (1992) und "ausländerfrei" (1991). 2000 wurde außerdem ein "Jahrhundert-Unwort" gekürt: "Menschenmaterial".
Weitere Informationen im Internet (s.u.).
gez. Prof. Dr. Horst D. Schlosser